Der Neubeginn nach der „gewaltlosen Revolution" hat die Auflösung Massenorganisationen bewirkt. Das neue Vereinsgesetz der DDR ermöglicht die freie Vereinsbildung. Unser Verein wird durch Antrag des Vorstandes erneut in das Vereinsregister unter dem Namen „Lug in's Land" eingetragen. Natürlich gehört dazu eine Satzung und ein gewählter Vorstand. Beides wird in der Mitgliederversammlung am in Mehrheit bestätigt.

 

Die Währungsunion hat besonders in der Heimbewirtschaftung ihre Wirkung. Die „harte" D-Mark sitzt nicht sehr locker bei unseren Gästen. Die Anforderungen in der Gaststätten-Ausstattung und die Lohnerwartungen sind sprunghaft gestiegen, alles Gründe für eiine Privatisierung (Verpachtung) des Vereinsheimes. Der Pächter erbringt die erforderlichen Um- und Ausbauleistungen, die mit dem Pachtbeiträgen verrechnet werden. Am öffnet unser Vereinsheim wieder in neuem Aussehen und neuer Ausstattung, als beliebter Treffpunkt unserer Mitglieder und Gäste.

 

Die Zufahrtsstraße wird aufgrund der Bemühungen beider anliegender Vereine im Auftrag der Stadt ausgebaut und mit Bitumenoberfläche versehen. Sie wird aus dem Pachtvertrag herausgelöst und in das öffentliche Straßennetz der Stadt übernommen, womit sich auch die Finanzierung einer neuen Beleuchtung klärt. Der Wasserversorgungs-Betrieb baut 1993 eine 100er Wasserleitung in die Zu­fahrtsstraße ein. Nach unwesentlichen Behinderungen im Winterhalbjahr, ist die Straße mit neuem Belag versehen und besser als zuvor.

 

Die „kulturelle Massenarbeit" aus DDR-Zeit wird bedeutungslos. Neue Aufgaben, neue Zerstreuung und die Reiselust lassen alle Betätigungen auf diesem Gebiet erlöschen. Die Regelungen der Gewer­beordnung erschweren überdies jede Aktivität. Gemüse- und Blumenschauen können dem ständigem Überangebot an diesen Dingen keine Konkurrenz mehr bieten.

 

Die Kleingärtner haben sich nach der Erkundung der Reisefreiheit auf ihre „Scholle" besonnen und erfreuen sich auch an ihren selbstgefpflanzten Blumen, und frischem Gemüse oder Erdbeeren. Die neuen Gartenhäuser, die in verschiedenen Parzellen entstanden sind, heben sich deutlich ab von den übrigen, die unter den Bedingungen des Mangels enstanden, oder gar von den wenigen Lauben aus der Gründerzeit vor mehr als sechzig Jahren, an der Dachform deutlich erkennbar.